Der Clavier-Salon in der Göttinger Altstadt im Stumpfebiel 4 präsentiert eine neue „alte“ Form der Musikdarbietung. Zu Zeiten der Komponisten der Klassik und Romantik waren die Räume für Konzerte viel kleiner als unsere heutigen großen Konzertsäle. Das Erleben der Musik war dadurch direkter und oft eindrucksvoller. Der „Salon“ war der Ort für Solo- und Kammermusik, für das Lied und die Mischformen wie z.B. das Melodram.

Bilder vom Clavier-Salon Göttingen

In unserem speziellen Clavier-Salon werden überdies sieben verschiedene historische Flügel aus Wien, München, Braunschweig, Paris und London präsentiert, die die Entwicklung des Klaviers von den Anfängen bis in die Gegenwart aufzeigen. So sind faszinierende Wieder-Entdeckungen von alten Klängen möglich, die wohlbekannte Werke ganz neu erscheinen lassen.

In jedem Monat werden etwa 8 – 10 Konzerte veranstaltet, darunter monatliche Kinder- und Jugendkonzerte. Es treten Solisten und Kammermusikgruppen auf. Es gibt nur 60 Plätze, der Zuhörer ist also sehr nahe am musikalischen Geschehen. Häufig sind die Konzerte mit Einführungen und Erläuterungen versehen.

Konzertkarten sind an der Abendkasse erhältlich, der Vorverkauf findet im Internet bei www.reservix.de statt, in Göttingen gibt es außerdem Karten bei Notabene, Burgstraße 33, der Tourist-Information im Alten Rathaus, der Geschäfsstelle des Göttinger Tageblatts in der Jüdenstraße und bei anderen Vorverkaufsstellen.

Es gibt ein Abonnement für 10 Konzerte nach freier Auswahl, dieses ist nur im Clavier-Salon erhältlich.

Besitzer und Betreiber des Göttinger Clavier-Salons ist der Pianist Gerrit Zitterbart (Informationen unter  www.gerrit-zitterbart.de) . Anfragen zu Konzerten können direkt an ihn gestellt werden.

Achtung: wegen des beschränkten Platzangebotes von 60 Sitzen gibt es leider auch für Abonnenten keinen Anspruch auf Einlass.  Besucher können gern unter der Adresse gerritzitterbart@hotmail.com eine Reservierung vornehmen.

Programm- und Flügeländerungen sind manchmal leider nicht zu vermeiden und daher vorbehalten!

 

Es geht um die Überlebensmöglichkeiten der klassischen Musikkultur:

Umfrage zeigt mangelndes Interesse an klassischer Musik

Eine Umfrage im Auftrag der Hamburger Körber-Stiftung hat ein geringes Interesse an klassischer Musik in Deutschland festgestellt. Obwohl 88 Prozent der Befragten klassische Musik für ein wichtiges kulturelles Erbe halten, haben nur etwa 20 Prozent im vergangenen Jahr ein klassisches Konzert besucht. In der Altersgruppe der Unter-30-Jährigen waren es sogar nur etwa 10 Prozent. Als Gründe wurden von 37 Prozent zu wenig Zeit und von 35 Prozent zu hohe Kosten angegeben. Weitere 35 Prozent gaben an, dass ihnen das Interesse an klassischer Musik fehlt. So würden auch 45 Prozent der Unter-30-Jährigen entsprechende Werbung nicht wahrnehmen, während dies nur bei 16 Prozent der Über-60-Jährigen der Fall sei. Als weitere Kritikpunkte gaben 25 Prozent des jüngeren Publikums eine elitär-abgehobene Atmosphäre und 18 Prozent unverständliche Inhalte an.
"Moderne Konzerthäuser müssen sich der Herausforderung stellen und Ideen entwickeln, wie sie mehr Interesse wecken können", so Kai-Michael Hartig von der Körber-Stiftung. Trotz der derzeit komfortablen Situation, dass viele die öffentlichen Ausgaben für klassische Musik akzeptierten, würden immer weniger junge Menschen erreicht. So gaben auch etwa 65 Prozent der Befragten an, dass Konzerthäuser in der Pflicht seien, klassische Musik mehr Menschen zugänglich zu machen. "Es wird für den Musikbetrieb in Zukunft verstärkt darauf ankommen, wie die Inhalte aufbereitet und präsentiert werden", so Hartig weiter. "Eine wachsende Rolle spielen charismatische und glaubwürdige Vermittlerpersönlichkeiten, die es verstehen, Schwellenängste abzubauen, Begeisterung auch für komplexe Inhalte zu wecken und für das offene, neugierige Wahrnehmen zu werben."
In der Zielgruppe der Unter-30-Jährigen sehen zwar auch 84 Prozent klassische Musik als wichtiges kulturelles Erbe an, jedoch haben 56 Prozent keinen Kontakt mehr zu klassischer Musik: Sie mögen weder klassische Musikstücke, noch haben sie ein Konzert besucht, noch spielen sie selbst ein Musikinstrument oder singen im Chor. Eine Folge davon ist, dass nur noch 49 Prozent der Jüngeren einer Finanzierung mit Steuergeldern zustimmen würden, während es bei den Über-60-Jährigen 65 Prozent sind. Hartig kommentiere dies: "Wer in seinem Alltagsleben keinen Bezug zur Musik hat, weiß auch die Konzerthäuser weniger zu schätzen. Wenn sich diese Tendenz fortschreibt, sollte es den Konzerthäusern eine Warnung sein."