überregionale Pressestimmen zum Clavier-Salon


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Göttinger Tageblatt April 2017: Eröffnung der ClavierTage 2017 (Beethoven Klavierkonzerte 1)

Göttinger Tageblatt März 2017

Nachdruck, Charakter und Attraktivität

Elisabeth Kufferath mit zeitgenössicher Musik im Clavier-Salon

Ein höchst anspruchsvolles Programm unter dem Titel „Libero, fragile“ hat die Violinistin und Bratschistin Elisabeth Kufferath im Göttinger Clavier-Salon vorgestellt. Erläuternde Worte dazu steuerte Komponist Jan Müller-Wieland bei.

Ein Solo-Streicher-Konzert im Clavier-Salon, mitten zwischen Salonchef Gerrit Zitterbarts wohlgehüteten Flügel-Schätzchen – das mag auf den ersten Blick ein wenig fremd wirken. Und das taten möglicherweise auch die zeitgenössischen Stücke, die Kufferath und Müller-Wieland aufs Programm gesetzt hatten. Neben Werken von Müller-Wieland selbst gab es eine Auswahl von Luciano Berio, György Kurtág und Elliott Carter zu hören. Allesamt Stücke mit hohen technischen Anforderungen an die Interpretin und klanglichem Anspruch an das Publikum. Kein klassischer Wohlfühlabend also, und daher wohl leider auch nur für rund 20 Gäste Grund genug für den Weg in die Innenstadt. 

Umso überzeugender aber war, was Kufferath zum Besten gab. Technisch brillant und im stetigen komplizierten Wechsel zwischen Violine und Bratsche ganz leichtfüßig unterwegs, schaffte sie es, den zunächst wenig vertrauten Klängen Nachdruck, Charakter und Attraktivität zu verleihen.

Ein „polyphones Geflecht“ bescheinigte Müller-Wieland Berios „Sequenza VIII für Violine“. Und klanglich hätte man in der Tat eher zwei oder mehr Geigen beim gleichzeitigen Spiel erwartet, nicht aber nur eine, der eine Künstlerin solche Klangbandbreite entlockt. Nicht nur die Komplexität beherrschte Kufferath. Auch in Müller-Wielands „Himmelfahrt“, einem eigens für Kufferath komponierten Werk, brillierte sie in Wechsel zwischen harten, bodenständigen und sphärisch-leisen Bratschenklängen. 

Das Konzertprogramm „Libero, fragile“ gibt es auf einer gleichnamigen CD zu kaufen. Genuin Classics, 19,99 Euro.

Isabel Trzeciok