Flügel von Theodor Steinweg Nachf.

(Grotrian, Helfferich, Schulz), Braunschweig

Original von 1898, 1,90 m
Originalzustand, Saiten, Hammerköpfe, Dämpfung und Wirbel erneuert

Tonumfang AA - c6, 2 Pedale

Christian Friedrich Theodor Steinweg (*1825 in Seesen, † 1889 in Brauschweig) war ein Sohn des Tischlermeisters und Orgelbauers Heinrich Engelhard Steinweg (Henry E. Steinway, dem Gründer der Firma Steinway & Sons), Klavierbauer und Pianofortefabrikant.

Als sein Vater mit der restlichen Familie 1851 nach New York auswanderte, bekam er 25-jährig die bereits seit 1835 bestehende väterliche Klavierbauwerkstatt in Seesen übertragen. Bald nach dem Weggang des Vaters verlegte Theodor Steinweg die Werkstatt nach Wolfenbüttel. Im Jahre 1858 trat Friedich Grotrian als Teilhaber in den Betrieb ein. Die Produktionsstätte wurde ins benachbarte Braunschweig verlegt. Theodor Steinweg hielt zahlreiche Patente für Neuerungen im Klavierbau. Ein Ideenaustausch mit der Familie in Amerika sorgte für zahlreiche innovative Entwicklungen.

Theodor Steinweg verkaufte 1865 den Betrieb in Braunschweig an Wilhelm Grotrian; die Firma nannte sich fortan Grotrian, Helfferich, Schulz, Th. Steinwg Nachf..  Theodor folgte seiner Familie nach New York, nachdem seine Brüder Heinrich am 11. März 1865 in New York und Karl am 31. März 1865 in Braunschweig gestorben waren. In Amerika nannte er sich Theodore Steinway.

Seinen Lebensabend verbrachte Theodor Steinweg ab 1880 wieder in Braunschweig.