Flügel von Érard, Paris

Original von 1886 (Juli), 2,50 m
Originalzustand, Hammerköpfe original, Dämpfung, Wirbel und Saiten erneuert.
Restauriert von
Gerd Finkenstein 2013

Tonumfang AA - a4
2 Pedale, Repetitionsmechanik, Hammerköpfe mit Filz, Unterdämpfung

1780 gründeten die Brüder Sébastien und Jean-Baptiste Èrard unter dem Namen „Érard Frères“ eine Klavierfabrik in Paris. Nachdem er 1786 vor den Wirren der Französischen Revolution nach London geflohen war, gründete Sébastien dort 1792 eine englische Filiale der Klavierfabrik. 1808 ließ er sich eine Fängermechanik patentieren und 1821 eine Klaviermechanik mit doppelter Auslösung. Nach seinem Tod 1831 führte sein Neffe Pierre Èrard das Unternehmen weiter. Dieser erhielt auf der 1. Londoner Industrie-Ausstellung die einzige Council Medaille („Erste Medaille“) und auf der Pariser Industrie-Ausstellung eine Gold-Medaille. 

Unser Érard-Flügel stand 100 Jahre bei einer Familie in Südfrankreich und ist fabelhaft erhalten gewesen. Gabriel Fauré hat mit diesem Flügel konzertiert!

Klangbeispiel: Gabriel Fauré Romanze op. 17,3

gespielt von Gerrit Zitterbart Januar 2016

Klangbeispiel: Frédéric Chopin Nocturne F-Dur op. 15,1 (1834)


Klangbeispiel: Clara Wieck Nocturne F-Dur op. 6,2 (1834)

gespielt von Gerrit Zitterbart Juli 2018